Sonne, wolkenloser Himmel und milde Temperaturen bescherten Wanderern und Spaziergängern am vergangenen Wochenende hervorragende Bedingungen für Ausflüge in die Alpen und ins Mittelgebirge. Die Null-Grad-Grenze lag allerdings bei knapp 3.000 Metern.
Die Folge: Die Südhänge der meisten bayerischen Skigebiete zeigen sich mittlerweile wieder weitgehend schneefrei. Immerhin: Auf der Zugspitze liegen 75 Zentimeter Schnee und auf dem Nebelhorngipfel bei Oberstdorf etwa ein Meter. Von weißen Weihnachten ist in den niedrigen und mittleren Lagen der bayerischen Alpen momentan aber noch nichts zu sehen. Doch an Heiligabend könnte es gebietsweise etwas Schneefall geben. Was das für die Skifahrer in Bayern bedeutet.
Geschlossene Schneedecke im Allgäu
In den höher gelegenen Skigebieten im Allgäu gibt es eine geschlossene Schneedecke. Fellhorn, Kanzelwand und Nebelhorn melden aktuell zwischen 23 und 82 Zentimeter auf den Pisten. Weiter unten ist es allerdings meistens noch grün. Aber auch dort laufen die Lifte in den meisten Gebieten. Im Tal waren die Nächte kalt genug, um die Pisten zu beschneien. Vielerorts sind allerdings nicht alle Anlagen geöffnet.
"Das wird sich hoffentlich in den nächsten Tagen und Wochen noch ändern und uns eine richtige Winterlandschaft bescheren", sagt der Betriebsleiter der Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried, Kilian Baumgartner, dem BR. Auf jeden Fall sei "die Stimmung bei den Skifahrern gut. Die meisten freuen sich, dass überhaupt was geht", so Baumgarnter: "Die Abfahrten sind top. Wir haben super Pistenverhältnisse."
Die meisten Loipen im Allgäu sind aktuell noch geschlossen. In Haldensee, am Riedbergpass, sowie auf der Vorderen Scheuenloipe bei Balderschwang ist Langlauf dagegen schon möglich.
Naturschnee in Oberbayern Mangelware
In Oberbayern ist es wenig winterlich. Naturschnee ist derzeit noch Mangelware. Pünktlich zu Heiligabend könnte es aber etwas schneien. Am besten geht Skifahren aktuell auf der Zugspitze. Bei 75 Zentimetern Schnee sind sieben von zehn Liften geöffnet. Auch "nebenan" im Skigebiet Garmisch-Classic herrschen solide Bedingungen, dank 60 Zentimetern Kunstschnee am Berg und etwa 30 Zentimetern im Tal. Dort sind gut 21 Kilometer Pisten geöffnet und 13 von 18 Liften, sowie zwei Talabfahrten in Betrieb.
15 Kilometer Pisten und neun Lifte sind am Sudelfeld bei Bayrischzell offen. Bei 45 Zentimetern Schnee am Berg ist dort auch die Talabfahrt möglich. Am Spitzingsee-Tegernsee ist der Betrieb aktuell auf fünf Kilometer Pisten und vier geöffnete Lifte beschränkt. Am Brauneck ist etwa die Hälfte der Pisten offen, aber die Talabfahrt bleibt geschlossen.
Für Nicht-Alpinskifahrer hat zum Beispiel die Rodelbahn am Kolbensattel in Oberammergau geöffnet. In Ettal steht für Langläufer eine 1,2 Kilometer lange Snowloop-Runde zur Verfügung. Auch in Bayrischzell ist Langlauf möglich: Dort sind täglich rund fünf Kilometer klassisch und sechs Kilometer Skating gespurt.
Zweigeteilte Winterlage in Niederbayern und der Oberpfalz
Die Wintersportlage in Niederbayern und der Oberpfalz zeigt sich kurz vor Weihnachten zweigeteilt: In den Mittelgebirgslagen der Oberpfalz und in tieferen Lagen Niederbayerns ist Wintersport nicht möglich. Dagegen sind in den Höhenlagen des Bayerischen Waldes einige Lifte in Betrieb. Am Großen Arber etwa haben rund die Hälfte der Pisten und Lifte geöffnet. Dank künstlicher Beschneiung liegen dort 20 bis 30 Zentimeter Schnee. Auch eine der Rodelbahnen ist in Betrieb.
In Sankt Englmar am Predigtstuhl, ebenfalls Bayerischer Wald, reicht die aktuelle Schneedecke von etwa fünf Zentimetern nicht aus, um die Lifte in Betrieb zu nehmen. Auch am nahen Geißkopf ist Skifahren nicht möglich.
Im Skizentrum Mitterdorf im Landkreis Freyung-Grafenau soll die Wintersaison ab dem ersten Weihnachtsfeiertag stufenweise starten - vorausgesetzt die Wettervorhersagen mit tieferen Temperaturen stellen sich wie prognostiziert ein.
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